Kreativ und zahlenfit – Joana zeichnet ihr Business auf

Shownotes

In dieser Folge nehmen wir das Thema Buchhaltung und Finanzen auseinander – aber nicht, um es zu zerreißen, sondern um es endlich verständlich zu machen. Denn ganz ehrlich: Zahlen sind für viele wie ein schwerer Klotz im Rucksack, den man zwar ständig spürt, aber nie richtig packt. Genau da setzen wir an.

Zu Gast ist Karakterkind, die mit ihrem kreativen Blick dafür sorgt, dass Buchhaltung nicht nur „Pflicht“ bleibt, sondern plötzlich ein Werkzeug wird. Wir sprechen darüber, warum Finanzplanung nicht nur für „Profis“ ist, wie man aus Chaos Klarheit macht und wie sich das Ganze anfühlt, wenn man zum ersten Mal wirklich den Überblick gewinnt.

Es geht um den Moment, in dem Zahlen plötzlich keine Bedrohung mehr sind, sondern eine Art Landkarte fürs eigene Business. Wir reden darüber, wie man die Angst vor dem „Buchhaltungsmonster“ verliert, warum Struktur kein Gegner der Kreativität ist und warum Finanzen erst dann wirklich Freiheit schaffen, wenn man sie nicht ignoriert.

Diese Folge ist für alle, die ihre Zahlen nicht länger als lästige Pflicht sehen wollen, sondern als Basis für echte Entscheidungen – und für alle, die wissen wollen, wie man mit weniger Stress und mehr Klarheit durchs Business kommt.

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Team Conny Stober https://stobern.de Instagram: @tcsteamconny_stober LinkedIn: @officesupport-stober LinkedIn: @conny-stober

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00:00:00: Und zur Zettelwirtschaft, Dresen, Talk und Buchhaltung.

00:00:02: Der Podcast für Unternehmerinnen, die lieber an Ideen als an Belegen arbeiten.

00:00:07: Und genau deshalb zuhören sollten.

00:00:10: Heute reden wir über Buchhaltung, Digitalisierung und Unternehmertum.

00:00:14: Ehrlich, ungefüttert und ohne fachschinesisch.

00:00:17: Bei mir zu Gast Joanna Mertens von Charakterkind.

00:00:20: Kreativ,

00:00:21: gerade gelernt klar im Kopf und nicht allergisch gegen Zahlen.

00:00:36: Schön, dass du da bist.

00:00:38: Danke schön, ich freu mich.

00:00:40: Sag mir doch einmal, wer bist du, was machst du?

00:00:43: Ja,

00:00:43: ich bin Johanna Mertens.

00:00:45: Ich bin Gründerin von Charakterkind und ich bin Deutschlands erste Kreativfluencerin für Business und Bildung.

00:00:52: Ich bin Live-Zeichnerin, Wirtschaftsfachwirtin, Kommunikationstrainerin.

00:00:57: Und ich versteh mich immer als Brückenbauerin zwischen komplexen Fragestellungen und kreativen Lösungen.

00:01:03: Okay.

00:01:04: Bevor wir tiefer einsteigen, ich hab grad was mit Wirtschaft gehört.

00:01:07: Auf einer Skala von eins bis Schuhkarton.

00:01:10: Wie sieht deine Buchhaltung aus?

00:01:12: Schuhkarton definitiv nicht.

00:01:14: Ich würde sagen irgendwo eine solide Sieben.

00:01:17: Und du kennst unsere Zettelwirtschaft, wie ist das bei dir?

00:01:21: Buchhaltung, Erpflicht oder die Möglichkeit, das zu probieren?

00:01:27: Es ist tatsächlich nicht die Lieblingsaufgabe, aber es war die ganze Zeit immer eine Konstante, von der ich wusste.

00:01:34: Wenn ich die außer Kontrolle lasse, dann wird es schwierig für mich vor allen Dingen.

00:01:38: Also nicht nur für die Steuerberatung und für die Menschen, die das dann auseinandersortieren müssen, sondern auch für mich, weil es einfach ein Ding ist, wo.

00:01:46: es macht schon auch ein bisschen Ruhe, wenn man weiß, dass man das einigermaßen auf Stand hat.

00:01:52: Wir haben vorhin auch gesprochen, kreative Köpfe oder kreativen Köpfen wird ja immer unterstellt.

00:01:57: Die haben das nicht im Blick.

00:01:58: Warum ist das bei dir nicht so?

00:01:59: Also

00:01:59: ich glaube, erst mal ist das auch ein Vorurteil, das ist ein Klischee.

00:02:03: Das Ding ist, dass in einer kreativen Ausbildung häufig nicht so sehr der Fokus darauf gelegt wird, dass du hinterher auch wirtschaftlich arbeiten musst.

00:02:12: Und das befähre ich mich dahingehend, dass ich einen anderen Weg gegangen bin.

00:02:16: Also ich bin nicht direkt in die Illustration oder in das Kreative gegangen.

00:02:21: Das hat mich immer begleitet, aber meine Ausbildung ist eigentlich ein anderer.

00:02:26: Ich hab erst in der Ausbildung gemacht und hab dann ein Wirtschaftsfachwirt gemacht und bin dann erst später wirklich Vollzeit auch in die kreative Arbeit eingestiegen.

00:02:39: Jetzt bin ich hier in Berliner Schnauze und hier auch im Ruhrgebiet verankert.

00:02:43: Jetzt sag ich mal ganz provokant, du mahlst den ganzen Tag?

00:02:47: Ja, das ist ja auch immer so ein Missverständnis, dass kreative Arbeit im Prinzip immer nur daraus besteht, dass man den ganzen Tag in seinem Atelier so vor sich hinsitzt und irgendwelche tollen Ideen hat und dann malt.

00:03:01: Nee, ist nicht so, ein ganz großer Teil ist auch ganz viel Organisation, auch viel Administratives, ist die Arbeit mit den Kunden, das Koordinieren, das gehört alles mit dazu.

00:03:12: Und das Malen ist ... Das zeichnen, das visualisieren.

00:03:16: Das ist fast wie ein Sahnehäubchen.

00:03:20: Ich freu mich immer, wenn ich raus kann und das machen kann.

00:03:23: Dann hast du viel Arbeit drumherum.

00:03:26: Wie muss ich mir das vorstellen, wenn du einen Tag draußen bist?

00:03:30: Was mach ich dann?

00:03:30: Ich fahr hin, ich fahr zu meinem Kunden und bin den Tag über oder für die Dauer der Veranstaltung vor Ort und arbeite wie eine Simultanübersetzerin für ... Bilder in Kernaussagen.

00:03:46: Also, das heißt, ich höre zu, ich höre den Rednern zu, die da sind oder das, was eben halt vor Ort passiert und versuche, das gesprochene Wort in Bilder zu übersetzen, sodass alle, die dabei sind, also alle Teilnehmenden, hinterher so eine Art grafisches Protokoll haben.

00:04:03: Und das Spannende daran ist eben, dass man sechsmal mehr Inhalt behält, wenn man was visualisiert hat.

00:04:11: Wenn man selber für sich visualisiert, dann behält man auch sechsmal mehr.

00:04:16: Aber du hast die Möglichkeit, eine neue Kommunikation in deine Veranstaltung zu bringen.

00:04:21: Darüber kommen die Menschen ins Gespräch.

00:04:24: Hinterher ist es eine gut gefüllte Wand mit vielen Punkten, die man rausgeholt hat aus dem, was erzählt wurde oder erarbeitet wurde.

00:04:35: Dann kann damit auch weitergearbeitet werden.

00:04:37: Jetzt bist du Unternehmerin.

00:04:39: Wie kann man so eine Dienstleistung unternehmerisch verpacken?

00:04:44: Du wirst immer wieder die Anfrage haben, kannst du nicht mal eben?

00:04:48: Wie funktioniert das?

00:04:50: Wir gehen in der Zettelwirtschaft immer wieder zurück zu dir als Unternehmerin, was deine Zahlen beinhaltet.

00:04:57: Wie schaffst du das, das Ganze in einen unternehmerischen Kontext zu bringen?

00:05:02: Ich glaube, ein ganz großer Faktor war relativ ... schnell, also relativ zu Beginn, auch die Entscheidung zu treffen.

00:05:10: Ich arbeite für Unternehmenskunden, also mich wirklich darauf zu spezialisieren, mit Firmen zu arbeiten.

00:05:19: Weil am Anfang war es so, dass ich, ich habe auch schon einige Sachen für Privatleute gemacht, aber das ist was anderes.

00:05:26: Das ist eine andere Art, wie du daran gehst.

00:05:28: Das ist auch eine andere Art der Kalkulation.

00:05:30: Also irgendwann musst du dich so ein bisschen entscheiden.

00:05:33: Es gehört letztendlich dazu, dass du dir Gedanken darüber machst, ist das rentabel.

00:05:39: Kann ich davon meine Kosten in irgendeiner Weise decken.

00:05:45: Ich glaube, was ganz spannend dabei ist, ist, du musst dich ja nicht zwangsläufig auf eine Sache in diesem Bereich einschließen.

00:05:54: Ich mach jetzt nicht nur für eine bestimmte Art von Firma diese Dienstleistung, sondern da kann man sich relativ breit aufstellen.

00:06:02: Und dann gibt's auch kleine Unterpunkte, dass du dann irgendwann hingehst und sagst, ich bring das auch Leuten bei.

00:06:08: Das ist für sich selber Nutzen.

00:06:09: Und dann baut man sich so ein kleines Universum auf.

00:06:13: Okay.

00:06:13: Und dann ist Sonntagsabendbuchhaltung bei dir angesagt.

00:06:16: Oder wie stelle ich mir das vor?

00:06:18: Jeden

00:06:18: Abend.

00:06:19: Jeden Abend.

00:06:20: Natürlich

00:06:20: nicht, Treber.

00:06:22: Nein, überhaupt nicht.

00:06:24: Also, das ist nicht wirklich meine Lieblingsaufgabe.

00:06:26: Aber ich glaube, ich mach es doch einigermaßen gewissenhaft.

00:06:30: Ja.

00:06:30: Und

00:06:31: wie machst du's?

00:06:31: Du hast ein Programm oder wie noch Zettelstift?

00:06:35: Ich bin ein Riesenfan vom Analogen.

00:06:38: Aber tatsächlich ... Mittlerweile hat's auch bei mir dazu geführt, dass ich das mit einem Scan-Programm mache.

00:06:44: Dann geht das direkt in Datav.

00:06:46: Mein Steuerbüro arbeitet mit Datav.

00:06:48: Dann setze ich das direkt rein.

00:06:50: Das funktioniert ganz gut.

00:06:51: Ich hatte am Anfang meine Schwierigkeiten damit.

00:06:54: Nicht, weil ich mich irgendwie davor sträuben würde, mit was Digitalen zu arbeiten, sondern manchmal ist so der Workflow nicht so, wie es dann sein sollte.

00:07:03: Und dann ist das mit meiner Geduld immer so eine Sache.

00:07:08: Also, wenn es dann nicht sofort auf Annie funktioniert oder die Kamera da nicht richtig funktioniert und der billig aber jetzt da nicht reinpasst, weil der zu lang ist für das Scan-Programm, dann bringt mich das schon mal auf die Palme.

00:07:18: Aber ansonsten schlage ich mich da so durch.

00:07:22: Aber es ist auch schon so, dass du als Unternehmerin deine Zahlen im Griff hast und den Blick hast und du weißt genau, ich könnte wecken und du weißt genau, läuft oder läuft nicht.

00:07:31: Ich glaube nicht, dass du mich jetzt dafür wecken solltest, weil da müsste ich tatsächlich dann zwischendurch mal reingehen, aber ich hab immer einen Grundüberblick.

00:07:38: Also ich hab ein Gefühl und das brauche ich auch.

00:07:40: Ich merke, dass wenn ich das Gefühl nicht habe, dass mich das unsicher macht.

00:07:46: Das haben auch einige deiner Gäste schon vorher mal gesagt, es hilft, wirklich ruhig zu schlafen.

00:07:51: Definitiv.

00:07:52: Digitalisierung, digitale Buchhaltung.

00:07:56: Die KI kann ganz viel, hab ich gelernt.

00:07:59: Ist dein Job irgendwann nicht mehr gefragt?

00:08:03: Das ist eine super spannende Frage, weil das werd ich häufiger gefragt.

00:08:08: Und

00:08:09: ich

00:08:10: hab bisher immer gesagt, dass das erst seit gestern eine Frage ist, weil Digitalisierung kommt ja jetzt schon ...

00:08:16: Also,

00:08:17: das ist schon über mehrere Jahre so gewesen.

00:08:19: Und es hieß ja auch früher immer ne Brotlose Kunst und so.

00:08:22: Und so hab ich das nie betrachtet.

00:08:25: Ich glaube, dass es sich ganz stark verändert.

00:08:28: Also gerade, was das Illustratorische auch angeht, da kommen jetzt viele, die sagen, komm, da drück ich auf den Knöpfchen und dann prompte ich das und dann mach ich das selber.

00:08:37: Wenn man mal genau hinguckt, sieht man allerdings, dass da ganz viel, ich nenn's mal, Einheitsbrei raus entsteht, der ja auch, und da ... an der Stelle dann sicherlich auch die Kritik, die er ja entsteht, dadurch, dass ganz viele Menschen kreativ waren vorher.

00:08:53: Und dann sieht es recht einheitlich aus.

00:08:56: und dieser Part, den ein Mensch damit reinbringt.

00:08:59: Und das ist jetzt in meinem Fall mit dem Live illustrieren, das vor Ort mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.

00:09:06: Das kann ja die KI so nicht.

00:09:09: Ich könnte mir vorstellen, dass es irgendwann ein Roboter gibt, der da irgendwo steht und ... was zeichnet, aber diese Faszination, dass ein fehlbarer Mensch in der Lage ist, so was live parallel zu machen.

00:09:23: Du nimmst Emotionen wahrscheinlich auf.

00:09:26: Die Emotionen, diese Dinge zwischen den Zahlen.

00:09:28: Das, glaube ich, kann eine KI in der Form so nicht.

00:09:39: So, jetzt kommt der Kurze aufs Haus.

00:09:42: Zettelchaos, Rechnung, Termine, Post?

00:09:45: Wer will sich schon damit täglich rum ärgern?

00:09:47: Bei TCS Office Support übernehmen wir die Büro- und Backofficearbeit für Sie.

00:09:52: Vom vorbereitenden Rechnungswesen über die Postbearbeitung bis zur Digitalisierung Ihrer Prozesse.

00:09:57: Wir bringen Ordnung in Ihr Business, damit Sie sich um das kümmern können, was Sie wirklich machen.

00:10:04: Wenn du sagst, ich hab jetzt Datif und so, du bist unterwegs, Chaos oder bist du da relativ strukturiert, dass du jetzt auch den Punkt hast, du scannst sofort deine Belege oder ...

00:10:16: Da siehst du mich schon zucken.

00:10:17: Nee, das mach ich tatsächlich nicht.

00:10:19: Ich sammel.

00:10:20: Also, es ist wirklich so, ich hab ... Nimm die Sachen mit und dann mach ich das immer so in so einem Schwung.

00:10:26: Also ich hab die Sachen dann bei mir im Büro und also ich merke ein bisschen, dass das für mich vom eigenen Workflow leichter ist, das einmal in einem Schwung auch dann zu machen und dann wieder in einem Schwung.

00:10:37: Jeder hat da so seine Präferenzen.

00:10:39: Ich hab nicht das Gefühl, dass mir was wegläuft oder ich hab Verlieren den Überblick.

00:10:44: Man hat das vorhin schon gesagt, ihr seid ja kreative Köpfe und ihr seid ja viel unterwegs.

00:10:49: Da kommt auch die Anfragen.

00:10:51: Kannst du das nicht mal so?

00:10:52: Gibt es Momente, dass du weißt, als Unternehmerin, das kann ich an der Stelle, das mache ich auch, weil es mich persönlich ... berührt.

00:11:02: Wie unternehmerisch sind deine Entscheidungen, dass du auch mal sagst, nee, das mache ich jetzt an der Stelle nicht, weil x, y?

00:11:08: Ja, das ist auch so eine Frage, wo man eigentlich nur darauf antworten kann, es kommt drauf an.

00:11:13: Also, ich habe da keinen Dogma

00:11:16: oder so.

00:11:18: Ich glaube, es muss ich immer gut anfühlen, es muss ich richtig anfühlen.

00:11:21: Was ich über die Zeit gelernt habe, ist wirklich ... Nur weil ich etwas machen will, heißt es nicht, dass ich das zwangsläufig machen muss.

00:11:30: Manchmal merke ich, dass dann die Begeisterung, ich bin immer sehr schnell begeisterungsfähig, recht hoch ist.

00:11:36: Wenn ich dann noch mal in der Nacht drüber geschlafen hab, dann denk ich, wie gestaltet sich das tatsächlich wirtschaftlich?

00:11:41: Vielleicht an der Stelle, ich hab irgendwann gemerkt, dass Kreativität an bestimmten Stellen anders budgetiert wird, wo sie aber eigentlich wirklich gebraucht wird.

00:11:53: Und ich hab da ... ein System oder ein Programm entwickelt, wo Firmen sagen können, wir finanzieren.

00:12:01: einen Kurs an einer Stelle, wo dieses Budget nicht ...

00:12:04: Also, wir haben darüber ja auch schon mal im Detail gesprochen.

00:12:08: Erzähl doch ruhig mal mehr darüber, weil ich glaube, das trifft auch junge Menschen.

00:12:12: Du rutsst

00:12:12: damit Schüler und Schülerinnen ab, die vielleicht ihre Zeit nicht mehr mit dem Stift in der Hand verbringen.

00:12:17: Magst du über das Projekt erzählen?

00:12:19: Genau.

00:12:20: Ich hab auf mich wirklich diese Anfrage gekriegt, ja, können Sie nicht auch einen Kurs machen und Visualisierung oder die Sketch Note nennt sich das, in einem Jugendzentrum anbieten und dann ... Dann habe ich immer festgestellt, das ist genau diese Frage.

00:12:33: Dann ist da kein Budget.

00:12:34: Und meine Begeisterung ist aber groß.

00:12:36: Ich kann es mir dann aber in der Form so gar nicht erlauben, weil ich meine Kosten irgendwie auch denken muss.

00:12:42: Und weil da einfach insgesamt immer mehr drüber ... oder gespart wird, dass es wird immer mehr drüber weggegangen, was das notwendig ist, hab ich immer gedacht, vielleicht muss man so ein Dreieck schaffen.

00:12:52: Und dass jetzt gerade in einer digitaleren Welt Firmen sagen, gerade auch aus dem Handwerk, ja, wir wollen Partner werden und sagen, wir fördern so einen Kurs, damit die Kinder überhaupt und die Kinder und Jugendlichen überhaupt damit wieder in Verbindung kommen, weil das Digitale so ... dass viel von der kreativen Fähigkeit, die wir ja im Kindheits- und Jugendalter erlernen, gerade flöten geht.

00:13:19: Und das ist so der Ansatz von dem Projekt Creative Empowerment.

00:13:24: Ja, und ich freue mich über Firmen, die einfach auch sagen, ja, wir haben Spaß daran, in die Richtung mal zu gehen.

00:13:32: Aber dann findest du ja auch als Unternehmerin direkt eine Lösung, um zu sagen, wie finanzie ich mein eigenes ... Leben.

00:13:39: Das kann man ja so sagen.

00:13:40: Du bist ja allein Unternehmerin und musst gucken, dass du klarkommst.

00:13:46: Für mich klingt das so, als wenn du direkt die Lösung auch dafür hast um diese Kurse.

00:13:49: geben zu können.

00:13:50: Ja, genau.

00:13:51: Also, ich hab irgendwann gedacht, gar nicht machen, macht keinen Sinn.

00:13:54: Wie kriegt man denn da möglicherweise ein Dreieck raus?

00:13:58: Und wo auch alle von Gewinnen letzten Endes.

00:14:01: Und ich kann sagen, ich kann das machen.

00:14:03: Es ist natürlich so, dass es in dem Rahmen stattfindet, was so ein Jugendzentrum eben halt normalerweise auch gewöhnt ist, also auch, was das Budget angeht.

00:14:12: Also, da wird jetzt nicht irgendwie ein Groß was draufgeschlagen, sondern ... so in dem Rahmen, wie man das normalerweise auch machen würde.

00:14:21: Und du hast vorhin gesagt, man unterstellt den kreativen Köpfen immer, dass sie keine Ahnung von ihren Zahlen haben.

00:14:27: Was unterscheidet dich denn als Unternehmer zwischen ich kenne meine Zahlen und kreativen Köpfen, die ihre Zahlen nicht kennen?

00:14:36: Was glaubst

00:14:36: du?

00:14:37: Ich glaube, das ist eine Frage des ... Eigentlich ganz banal, des Vokabulars ist.

00:14:44: Also ... Wenn du bestimmte Begrifflichkeiten, wenn ich weiß, was eine Oposliste ist und bei jemandem kommt ein großes Fragezeichen ins Gesicht, dann ist das was anderes.

00:14:57: Du hast eine andere Sicherheit.

00:14:58: Du hast auch ein anderes Gefühl, wenn du mit deinem Steuerradar zum Beispiel auch sprichst.

00:15:03: Wobei, da denke ich, manchmal könnte da ein bisschen mehr Empathie auch durchaus sein für den, der auf der anderen Seite sitzt, weil es ja nur mal nicht das täglich Brot.

00:15:11: Ich glaube, dass das ... Wirklich eine Sache ist, verstehe

00:15:15: ich

00:15:16: zumindest im Groben, worum geht es da eigentlich?

00:15:20: Und ich glaube, ein ganz großer Aspekt ist auch, warum muss man das eigentlich machen?

00:15:25: Du bist ja sehr ambitioniert mit anderen Unternehmerinnen und Unternehmern.

00:15:30: Hast du das Gefühl, dass die Buchhaltung manchmal so ein bisschen Thema ist, was keiner wirklich anspricht?

00:15:37: Also, für intern kann ich das natürlich nicht so richtig beurteilen.

00:15:42: Ich sehe, dass es einen Riesenunterschied gibt, ob ich mit einem Privatunternehmen arbeite, also freie Wirtschaft oder Verwaltung.

00:15:51: Das ist ein Riesenunterschied in der ganzen Hand habe.

00:15:56: Ansonsten, wenn es jetzt darum geht, über das Budget zum Beispiel zu sprechen, kann ich das so nicht ... sagen, weil ich relativ schnell auch Klarheit schaffen möchte.

00:16:08: Das ist auch ein Learning aus den letzten Jahren einfach.

00:16:11: Du kannst super viel mit den Leuten sprechen, aber alles planen.

00:16:15: Aber wenn du noch nicht die Klarheit darüber hast, was da am Ende dann irgendwann auf der Rechnung stehen soll, das ist für beide Seiten nicht gut.

00:16:24: Das heißt, wenn man mit dir spricht, hat man Einführungsgespräch und du wirst dann relativ schnell klar und deutlich.

00:16:33: Ja, das muss eigentlich auch so sein.

00:16:35: Weil oft ist es so, dass ich Menschen, die sehen mich auf einer Veranstaltung.

00:16:41: Und dann ist ja oft auch so ein bisschen dieser Punkt, dass man mit kreativer Arbeit häufig auch eher, sagen wir mal, kleinere Budgets verbindet.

00:16:50: Brotlose Kunst, das ist immer noch in den Köpfen der Leute.

00:16:54: Dabei ist das überhaupt nicht so.

00:16:56: Aber ... Du wirst manchmal so einsortiert.

00:17:00: Dann kann das schon mal sein, dass es komplett auseinandergeht.

00:17:04: Dann findet man entweder einen Weg oder ... Manchmal auch nicht.

00:17:07: Oder einige wissen das dann schon.

00:17:11: Haben schon mal mit einem Graphic Recorder zum Beispiel gearbeitet.

00:17:14: Das kommt ein bisschen darauf an.

00:17:16: Wie ist das Verständnis darüber?

00:17:18: D.h.

00:17:19: Kommunikation ist ja dann doch schon eine deiner Hauptaspekte, die du im täglichen Angebotserstellen machen musst.

00:17:26: Gibt es Fragen, die dir immer wiedergestellt werden?

00:17:29: In Bezug auf die Buchhaltung.

00:17:31: In Bezug auf die Buchhaltung fragt meine Sachbearbeiterin, wann kommt denn der Beleg, der noch fehlt?

00:17:39: Nein, also die häufigste Frage, die mir ... in meinem Job gestellt wird, ist, wie machst du das eigentlich mit dem Platz?

00:17:47: Also, wenn man die Wand so sieht, wie schaffst du das, ohne dass du wirklich komplett alle Inhalte kennst, wie kommst du mit dem Platz aus?

00:17:57: Und das ist eine Frage, die ich leider gar nicht beantworten kann, weil wir haben ja hier die Bierdeckel vor uns liegen.

00:18:02: Und meine Eltern haben früher immer schon gesagt, dass ich seitlichen Stift halten kann, mal ich auch.

00:18:07: Und meine Eltern haben immer gesagt, es war egal, welche Größe von Zettel du vor dir hattest, egal ob es Visitenkartengröße war oder Dina III, du hast immer angepasst darauf gemalt.

00:18:21: Also die Größenverhältnisse waren ... Ich fühle mich gerade

00:18:24: herausgefordert.

00:18:26: Ich mach mal dein Paket auf.

00:18:28: Vielleicht fordere ich dich jetzt

00:18:29: mal ganz kurz heraus.

00:18:32: Wir haben nämlich gestern über Zettel und so gesprochen.

00:18:36: Wie kommst du denn auf die Ideen?

00:18:38: Wenn wir uns unterhalten, kommt dir die Idee dazu?

00:18:44: Bei der Veranstaltung ist es oft so, dass wirklich so ein Ding ...

00:18:49: Ja.

00:18:49: Kommt, ne?

00:18:50: Also manchmal liefern die Redner ja auch so eine Situation, dass du ein Bild sofort hast.

00:18:56: Dann ist es natürlich auch viel Erfahrung.

00:18:58: Also du hast im Laufe der Zeit, entwickelst du sowas wie so eine Art Symbolbibliothek, so Lieblingssymbole, die auch immer wieder kommen.

00:19:05: Aber die Kunst ist nicht bei Wert nur den Diamanten zu zeichnen, sondern den Diamanten als lebenden Charakter in eine bestimmte Situation aus dem, was die Person da erzählt hat, wirklich zum Leben zu bringen.

00:19:23: Und das ist eigentlich die Kunst, dass du verschiedene Symbole miteinander verbindest, dass sie zu einem werden und nicht nur so nebeneinander stehen lassen.

00:19:33: Also genau, das ist eigentlich der Kern dabei.

00:19:39: wird mir so ein bisschen nachgesagt, dass man immer so Schmunzelnmomente hat, dass dann wirklich, dass nicht nur so trocken ist, sondern wirklich so eine Situation da ist, dass dann die Leute wirklich auch darüber lachen oder so ins Schmunzeln geraten.

00:19:54: Früher hat man ja die Steuererklärung auf dem Bierdeckel

00:19:56: gemacht.

00:19:56: Ja, genau.

00:19:57: Das ist

00:19:57: ja immer so.

00:19:58: der vielen, vielen Dank.

00:19:59: Ja,

00:19:59: sehr gerne.

00:20:00: Ein Satz, den jeder Unternehmer über die Buchhaltung hören sollte.

00:20:03: Was denkst du?

00:20:05: es durchaus Sinn

00:20:06: macht, da

00:20:07: ein bisschen Struktur drin zu haben.

00:20:09: Der berühmte Schuhkarton, den du am Anfang angesprochen hast, das ist definitiv keine

00:20:14: Lösung.

00:20:15: Obwohl wir uns zum Schuhkarton zurückentwickeln.

00:20:18: Ich kann dir sagen, wir haben für unsere Mandanten Kartons, in denen wir wirklich die Belege ablegen, die wir gescannt haben.

00:20:26: Also gescannte Belege, die noch da sind, die noch haptisch sind, schmeißen wir in eine Kiste und machen sie am Jahresende zu.

00:20:34: Da sind dann alle haptischen Belege drin.

00:20:37: Der spannende Punkt ist ja, wir sind ja noch nicht an dem Punkt angelangt, dass wir wirklich alles digital haben.

00:20:45: Das merke ich bei mir zu Hause dann auch.

00:20:47: Ich habe immer das wie so eine Zwischenwelt.

00:20:49: Also ich habe zwar alles eingescannt, aber was mache ich denn jetzt mit meinem Original?

00:20:52: Ich habe noch nicht dieses Gefühl, dass ich die wegtun könnte, weil es heißt dann, dass er alles gespeichert und so.

00:20:59: Und dann denke ich mal, ja, aber was passiert denn, wenn der Server wirklich, also wenn der Server von

00:21:04: der ...

00:21:04: Speicherungsfirma da abbrennt, dann hab ich aber noch meine Zettel.

00:21:09: Also da bin ich so ein bisschen noch gehemmt zu sagen, ich verlass mich komplett darauf, dass das da gespeichert ist.

00:21:18: Ich hatte tatsächlich noch nie eine Prüfung in dem Sinne, ich weiß, wie das abläuft, ich kenne das noch aus meiner angestellten Zeit, ich weiß, wie das funktioniert.

00:21:28: Aber ich hab immer das Gefühl, man muss noch was im Rücken haben.

00:21:32: Aber einige Sachen hat man ja auch gar nicht.

00:21:43: Du bist ja jetzt schon ein paar Tage Unternehmerin, wenn du deinem früheren Unternehmer ich mal was sagen könntest.

00:21:48: Gibt's da irgendwas so buchhalterisch oder unternehmerisch zahlen Fakten, wo du sagst, Joanna, das hätt ich gerne am Anfang gewusst.

00:21:59: Also, was das Buchhalterischer angeht, da glaube ich, das ist ... schon relativ gut angegangen bin, direkt mir Hilfe zu suchen.

00:22:09: Also ich hab das sehr schnell direkt auch abgegeben.

00:22:14: Also die Belege liefern muss ich natürlich selber, aber das ganze Buchen und so.

00:22:18: Ich hab das sogar noch gelernt früher, mit Tekonten richtig auf Tekontenpapier und da hab ich aber gedacht, gut, dass ich das alles nicht machen muss.

00:22:26: Aber was das Unternehmerische angeht, wenn ich mir selber noch mal einen Ratschlag geben würde, würde ich sagen, nicht so zögern mit bestimmten Entscheidungen.

00:22:36: Also ich glaub, ich hab manchmal ein bisschen zu lange gewartet und dann komm, einfach machen.

00:22:41: Go for it.

00:22:42: Go for it.

00:22:43: Vielen, vielen Dank für deine Zeit.

00:22:45: Ich danke dir.

00:22:45: Es war sehr schön.

00:22:47: Danke.

00:22:49: So, das war zur Zettelwirtschaft Tresen, Talk und Buchhaltung.

00:22:53: Ehrliche Gespräche über Zahlen, Chaos und Unternehmertum.

00:22:57: Danke Joanna Maddens, dass du deine Geschichten Insights mit uns geteilt hast.

00:23:01: Euch danke fürs Zuhören, Mitdenken und vielleicht auch Lachen.

00:23:05: Und jetzt Podcast aus, Belege auf oder zumindest einen kleinen Schritt Richtung Ordnung machen.

00:23:10: Bis zur nächsten Folge, wenn wir wieder ein bisschen Licht ins Zahlen, Chaos bringen.

00:23:15: Ich möchte auch ein kreativer Kopf sein.

00:23:17: Ich hab früher gedacht, mit Basteln, ich bin kreativ.

00:23:19: Jeder

00:23:20: ist kreativ.

00:23:23: Da setz ich mir ganz, ganz stark für ein, dass Menschen wirklich wieder daran glauben, dass sie kreativ sind.

00:23:31: Kreativität hat, das ich sage immer gerne in meinen Vorträgen auch, Kreativität hat nichts mit Bastelscheren, also stumpfen Bastelscheren und eingetrockneten Klebeflaschen zu tun.

00:23:42: Das ist eine Form.

00:23:43: Das kann ich.

00:23:44: Das ist eine Form der Kreativität, in der du lernst.

00:23:47: Also Kinder fangen an zu zeichnen, weil sie ein Zwischending brauchen, zwischen sprechen.

00:23:58: Und ich hab noch keinen Mittel, meine Emotionen nach draußen zu bringen.

00:24:03: Und dann greifen die zum Stift.

00:24:05: Okay.

00:24:06: Oder fangen ihnen die an.

00:24:07: Es gibt ja auch, wenn man sich Höhlenmalerei anschaut.

00:24:11: Da gab es noch keine Sprache, es gab auch noch keine richtige Schrift, aber es gab schon Zeichnungen.

00:24:16: Die Leute wollten was erzählen.

00:24:18: Und deswegen ist es mit dem Stift für mich immer diese niedrigschwelligste Möglichkeit, weil das so ziemlich jeder irgendwo schon mal gemacht hat.

00:24:26: Die meisten Menschen sagen, ich kann nicht zeichnen.

00:24:28: Ja, weil sie es gesagt kriegen.

00:24:29: Ja, weil sie es gesagt kriegen und weil sie auch im zarten Alter von sieben Jahren damit aufhören.

00:24:34: Und weil die es dann gesagt bekommen haben.

00:24:37: Und das

00:24:37: ist ... Zur Zettelwirtschaft Tresentalk und Buchhaltung ist eine Westwind Story.

00:24:44: Host, Connie Stober, Redaktion und Produktion Westwind Stories.

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